Die größten Unfallgefahren für Kinder

Wo verunglücken Kinder am häufigsten? Wir sagen Ihnen, wo Ihr Nachwuchs einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt ist.

Soviel vorweg: Es gibt nicht die eine schlimme Unfallgefahr für Kinder. Denn mit jeder neuen Fähigkeit, die Kinder erlernen, ändern sich auch die Unfallschwerpunkte. 

Bis zum Alter von etwa vier Jahren passieren Unfälle vor allem zu Hause. Der wachsende Bewegungsdrang und die natürliche Neugier des Kindes führen vor allem in den ersten beiden Lebensjahren zu typischen Haushaltsunfällen, wie Vergiftungen, Verbrühungen, Verätzungen und Stürzen.

Im Vorschulalter werden Kinder eingeständiger und mobiler. Daher passieren Unfälle auch eher in der Freizeit und beim Sport. Hauptsächliche Unfallursachen sind Stürze und Zusammenstöße nach dem Toben auf dem Spiel- oder Sportplatz. 

Schulkinder sind zusätzlich den Gefahren im Straßenverkehr auf ihrem Schulweg ausgesetzt. Daher rangieren Verkehrsunfälle in diesem Alter auf Rang 2 im Unfallgeschehen. 
 

Eine große Gefahr: Unsicherheit beim Schwimmen

Der Sommer nimmt Fahrt auf – und mit den steigenden Temperaturen wächst auch der Wunsch nach Abkühlung in Freibad, Meer und Badesee. Doch Vorsicht! Viele Kinder können nicht sicher schwimmen. Der Lockdown hat diese Lage weiter verschärft. Denn in der Regel steht im dritten Schuljahr Schwimmen auf dem Lehrplan. Durch die Lockdowns im letzten Jahr konnte bereits in zwei Schuljahren dieses Wissen nicht vermittelt werden. Gleiches gilt für Schwimmkurse in Vereinen. 

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) machte Anfang des Jahres bereits auf das Problem aufmerksam. Schon vor der Corona-Pandemie seien fast 60 % der Zehnjährigen in Deutschland keine sicheren Schwimmer gewesen. 

Übrigens: Bei dieser Prozentzahl wurde das "Seepferdchen" nicht mitgezählt. Warum? Weil dieses Schwimmabzeichen lediglich bescheinigt, dass sich ein Kind auf einer Strecke von 25 Metern über Wasser halten kann. Sicher im Wasser bewegt sich ein Kind aber erst, wenn es mindestens 200 Meter am Stück schwimmen kann – was mit dem Erwerb des Bronze-Abzeichens unter Beweis gestellt werden kann. 

(Quelle: Tagesschau, 20.02.2021 18:27 Uhr, https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-nichtschwimmer-kinder-101.html)

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